Codex 632 // J.R. Dos Santos
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Codex 632 – Wer war Christoph Kolumbus wirklich? // J.R. Dos Santos

Eher über Zufall bin ich an dieses Buch gekommen, und ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich wohl so vom Titel eingenommen war, dass ich vorm Lesen gar nicht gemerkt habe, dass das Buch kein Sachbuch, sondern ein Roman à la Dan Brown ist. Das Umschlagbild ist da auch nicht besonders hilfreich.

Zum Inhalt: Tomás Naranjo spürt also anhand von Textstudien und vieler Dechiffrierungsarbeit der Herkunft von Kolumbus nach, die historisch hochinteressant dargestellt wird, und wird dabei selbst in menschliche und politische Abgründe gezogen.

Das Buch war schnell gelesen und hat mich gut unterhalten – manchmal hätte ich mir aber gewünscht, dass Dos Santos doch lieber ein Sachbuch und keinen Roman geschrieben hätte, um die ganzen Informationen besser einordnen zu können. Ich bin allerdings nach der Lektüre motiviert, weitere Bücher über Kolumbus Herkunft zu lesen.

Was ich wirklich schade und für ein Buch des 21. Jahrhunderts auch nicht mehr angemessen finde, ist, dass es in diesem Buch eigentlich keine Frauenfiguren gibt, deren Leben sich nicht um den Protagonisten dreht. Die dramatischen Familien- und Beziehungsverhältnisse waren mir (vor allem gegen Ende) ein bisschen zu dramatisch, aber das Folgebuch habe ich mir trotzdem schonmal auf meine Leseliste gesetzt.


Titel: Codex 632 – Wer war Christoph Kolumbus wirklich?
Originaltitel:
Autor: J.R. Dos Santos
Übersetzerin: Viktoria Reich

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