Iman // Ryad Assani-Razaki
DE,  Fiction

Iman // Ryad Assani-Razaki

Über den Wunsch, der Armut zu entkommen.

Ich bin in Benin angekommen – einem Land, von dem ich vorher so gut wie gar nichts wusste, um ehrlich zu sein, nicht einmal, wo es genau liegt. Benin ist arm, nicht besonders entwickelt, und sonst eher unscheinbar. Iman, der Erstlingsroman Ryad Assani-Razakis, einem IT-ler, der inzwischen in Kanada lebt, ist die Geschichte dreier Jugendlicher, die ihren Platz im Leben suchen, und deren Geschichten auf vielfältige Art und Weise miteinander verknüpft sind.

Toumani, von seinem Vater verkauft, wird von seinem “Arbeitgeber” verstümmelt und ausgesetzt; Alissa arbeitet schon seit Kindertagen um ihre Familie zu unterstützen; Iman, Sohn einer Schwarzen und eines Weißen, hat den großen Wunsch, nach Europa auszuwandern.
Die Erzählperspektive wechselt mit jedem Kapitel – nur Iman, der Titelheld, bleibt ohne eigene Stimme und wir lernen ihn nur durch die restlichen Charaktere kennen.

Iman ist kein fröhliches Buch, aber Assani-Razaki zeichnet ein so realistisches Bild von Verzweiflung, traumatischen Erlebnissen, Freundschaft und Hoffnung, dass es schwer fällt, dieses Buch aus der Hand zu legen. Es gibt keine Helden in dieser Geschichte, es gibt nur vom Leben gezeichnete junge Menschen, die nicht immer richtige Entscheidungen treffen.


Titel: Iman
Originaltitel: La Main d’Iman
Autor: Ryad Assani-Razaki
Übersetzerin: Ronja Finck
Erscheinungsjahr: 2011

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *