Tagebuch eines Bauern aus Zentralafrika // Bambote Makombo
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Tagebuch eines Bauern aus Zentralafrika // Bambote Makombo

Ein kurzer und zäher Einblick in ein anderes Leben

Es ist ein unscheinbares, kleines Buch, das mir da aus der Zentralafrikanischen Republik in die Hände gefallen ist. Gerade einmal 64 Seiten umfasst dieser Einblick in das Leben eines zentralafrikanischen Bauern, 1983 veröffentlicht. Die Zentralafrikanische Republik ist eines der am wenigsten entwickelten Länder der Welt, auf dem Index der menschlichen Entwicklung liegt es auf dem vorletzten Platz, gefolgt nur noch von Niger. Mager waren auch die Ergebnisse meiner Suche nach einem literarischen Werk aus der Zentralafrikanischen Republik, weswegen ich schlussendlich ohne Alternative mit dem Tagebuch da stand.

Vielleicht wäre das Buch ineressanter und zugänglicher, wenn ich mich vor dem Lesen mehr mit der Geschichte der Zentralafrikanischen Republik befasst hätte. So war mein Leseerlebnis eher durchwachsen und ein bisschen verwirrend. Introspektive folgt auf politische Kommentare, zwischendurch finden Konversationen statt, bei denen nicht immer klar ist, ob sie gerade oder kürzlich oder vor langer Zeit stattfanden.

Dialoge finden generell ohne Markierungen für wörtliche Rede oder jegliche Indikation, wer gerade spricht, statt, was dem Verständnis und Lesefluss nicht gerade zuträglich ist. Auch wenn es nur knapp 70 Seiten waren, musste ich mich durch das Tagebuch leider eher durchquälen als dass ich das Lesen genießen konnte oder zumindest das Gefühl hätte, meinen Horizont erweitert zu haben.


Titel: Tagebuch eines Bauern aus Zentralafrika
Originaltitel: Le journal d’un paysan de l’Afrique Central
Autor: Bambote Makombo
Übersetzerin: Elfriede Czurda
Erstmals erschienen: 1983

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